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Das war T.o.R. im Oktober mit den PreisträgerInnen des 4. T.o.R.-Jugend-Literaturpreises

Die übliche Verbeugung
Es ist bekanntermaßen einmal im Jahr sozusagen Ostern, Weihnachten und ein kleines bisschen Nikolo zusammen bei Text ohne Reiter, der westlichsten Lesebühne des Landes, und zwar stets, wenn es darum geht, die PreisträgerInnen des T.o.R.-Jugend-Literaturpreises zu prämieren. Und so war es auch diesmal ein mehr als festliches Zusammentreffen in den Räumlichkeiten des Moustache:

Thomas Schutte
Thomas Schutte eröffnete mit seinem Requiem für einen Post-It-Block.

Franziska Pfister und Carl Pierer
Franziska Pfister und Carl Pierer begeisterten mit einem sinnvollen oder sinnlosen Gespräch zwischen einem Akademiker und einer Otaku.

Linda Achberger
Linda Achberger las ihren Siegertext Blaue Lippen.

Davon abgesehen waren die Stamm-T.o.R.en auch nicht faul und thematisierten neben ihren Laudationes auf die PreisträgerInnen unter anderem auch Vogelaktivitäten und das Dilemma, wenn es einmal schmeckt.

Wie immer gibt es noch mehr Fotos und wie immer ist nach der Lesebühne vor der Lesebühne, seid also wieder mit uns am Donnerstag, den 10.11.2011 um 20:00 Uhr im Moustache und begrüßt mit uns Franziska Holzheimer.

Die kommenden Aufstände

Mit einer Mischung aus Hahnentritt und Space Invaders (aber das kennt ihr ja beides alle nicht mehr…) kündigt die Abteilung für Aufklärung, Tarnen und Täuschen der Textperformanzgruppe Text ohne Reiter die kommenden Termine, Gäste und Spektakel an (Dank gebührt mal wieder Carmen Sulzenbacher fürs Layout des Flyers und das T.o.R.-Logo hat immer noch Pascal-Anne Lavallée entworfen):

der t.o.r. flyer herbst 2011 T.o.R.-Logo (c) Pascal-Anne Lavallée Layout (c) Carmen Sulzenbacher

Und hier noch einmal in der Textversion für alle unserer Fans, die kontrastschwache Bildschirme oder unterkorrigierte Fehlsichtigkeit haben oder die keine Menschen, sondern Suchmaschinen sind:

* DO 08.09. mit Patrick Salmen (Wuppertal)
* DO 13.10. mit den PreisträgerInnen des 4. T.o.R.-Jugend-Literaturpreises
* DO 10.11. mit Franziska Holzheimer (München)
* DO 08.12. mit Barbara Hundegger (Innsbruck)

Schon bei der Erstlektüre wird klar, dass unsere Abteilung für Große Pläne für die Zukunft, Einladungspolitik und Vierterminsplanung mal wieder nicht Schmalhans Küchenmeister hat sein lassen, oder wie das heute wohl heißt: geil abgeliefert hat und so bleibt uns doch bitte gewogen, wir werden es auch bleiben und die ganzen Details bekommt ihr dann immer jeweils just in time ins Browserhaus geliefert.

T.o.R. am DO 9.6. mit W.i.R. Frank Klötgen

frank kloetgen bei t.o.r. (c) carmen sulzenbacher

Verausgabung und Überschwang, diese beiden so ungleichen Brüder im Geiste, sind bekanntermaßen direkt Synonyme für Text ohne Reiter, dieses immer noch südlichste Hörbuchsurrogat (oder wie andere auch sagen: Lesebühne) des deutschsprachigen Sprachraums. Jetzt steht natürlich die rhetorische Frage im Raum wie die metaphorischen Orgelpfeifen: Woher nimmt T.o.R. eigentlich diese enorme Kraft für die monatlichen Performanz-Exzesse? Nun, die Antwort ist so einfach wie die Beckenrandsprungfigur “Kerze” (übrigens Voraussetzung für den Pinguin-Schein), denn natürlich steht auch hinter einer erfolgreichen Lesebühne stets eine erfolgreiche Alma Mater, deren nährende Kraft unsere zehrende Maßlosigkeit erst möglich und notwendig macht. Konkret: Unsere Leopold-Franzens-Universität überhäuft uns nicht nur mit Erkenntnis und W-LAN in der Bibliothek, sondern beschafft uns auch unseren Gast im Juno.

Der heißt nämlich Frank Klötgen, reüssierte bekanntermaßen schon einmal bei T.o.R. (weswegen zu seiner Vorstellung nebst z.B. diesem Video nur mehr auf diese Kurzbio verwiesen werden muss), und ist ferner auch noch Writer in Residence 2011 der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck.

folder writer in residence 2011 seite1
folder writer in residence 2011 seite2
Ein Blick auf den Folder des W.i.R.

Dem Wahrnehmen des gesamten Veranstaltungsprogramms während Klötgens Aufenthalt können wir natürlich nur unsere Empfehlung ausstellen, wenngleich auch sein bester Innsbruck-Auftritt voraussichtlich und geplanterweise bei uns stattfinden wird. Denn die Stamm-T.o.R.en Abermann, Fritz, Koschuh und Prosser können es schon kaum mehr Erwarten, sich ein letztes Mal vor der Sommerpause im Moustache pünktlich ab 20:00 Uhr derart kaputtzuruinieren, dass kein noch so kleiner Funken Kraft oder Verstand mehr übrig bleibt, getreu dem Vereinsmotto: Bis weit über alle vernünftigen Grade der Erschöpfung hinaus voller Einsatz nur fürs Publikum und für die Poesie. Open Mic-Gelegenheit für 2×5 Minuten gibt es natürlich auch wieder, also tanzt mit uns noch ein letztes Mal vor dem Sommer auf dem Vulkan der Vortragskunst.

Konklusio für SchnelldurchscrollerInnen:
DO 9.5. 20:00 @Moustache T.o.R. mit Frank Klötgen (Berlin)

Die T.o.R.en im Sommer

symbolbild steigerung der produktivitaet

Kurz vor der seit September frühestens Ende Mai herbeigesehnten Sommerpause wird in unserem Business immer nochmal kräftig in die Hände gespuckt, bevor der Sturzflug ins süße Nichtstun beginnt. Und geht es Text ohne Reiter gut, geht es allen gut, darum hat Eure präferierte Beiträgerin zu einer ausgewogenen kulturellen Bruttoinlandsproduktion und Innsbrucker Lesebühne ihren vier tragenden Säulen a.k.a. Stammautoren auch ausreichend Spielraum zur Selbstverwirklichung außerhalb der engen Firmenkulturfabriksgrenzen gegeben. Das äußert sich in so vielen Neben- und Soloprojekten, dass wir hier gar nicht alle auflisten können, sondern nur auf die allernächsten und -größten Highlights der Kulturproduktion aus unseren Werkshallen hinweisen wollen:

postkarte innsbrucker prosa festival vorne

  • SA 14.05.2011 um 20:00, Die Bäckerei: Der Koschuh liest beim 9. Innsbrucker Prosa Festival, das wir soundso zur Gänze empfehlen
  • MI 18.05.2011 um 20:00, Buchhandlung Studia (über der Uni-Bibliothek): Der Koschuh präsentiert sein Kolumnenbuch “Koschuhs Kugelschreiber. Das Buch.
  • ebenfalls MI 18.05.2011 um 20:00, Stromboli (Hall): Martin Fritz diskutiert beim Literarischen Quartett mit
  • und den ganzen Juni 2011 über wird mit Frank Klötgen ein der Lesebühne nahe stehender Autor in Innsbruck als Writer in Residence bei diversen Veranstaltungen zu erleben sein

Dies ist wie gesagt nur eine Auswahl der Höhepunkt unseres kommenden öffentlichen Schaffens um Eure private Infoökonomiebilanz nicht zu überfordern, denn wo alles im Überfluss vorhanden ist, merken sich die Leute erst wieder nichts. Man kennt das ja und da geht es uns auch gar nicht anders als Euch. Aus diesem Grund lautet auch unser Motto: Push statt Pull – holt euch Eure Infos in Zukunft immer aktuell und vollständig doch selbst aus dem Facebook oder Twitter oder von den jeweiligen Websites eurer liebsten Einzel-T.o.R.en selbst, aber was sagen wir Euch medienkompetenten Durchblickern denn da.

T.o.R. auswärts: Quart

quart #17

Es darf als bekannt vorausgesetzt werden, dass unser kleines soziologisches Langzeitexperiment (oder wie manche auch sagen: die Lesebühne) Text ohne Reiter weit mehr ausheckt und treibt als einen Auftritt pro Monat. Neuerdings haben wir beispielsweise auch den Circus-Newsletter abonniert. Frägt sich nur: Warum eigentlich? Vielleicht gibt die aktuelle Ausgabe des Newsletters Antwort auf diese und viele anderen Fragen mehr:

Liebe Leser!
Rettung für alle Heuschnupfengeplagten: Am Cover von Quart 17 liegt Schnee!
Das kommt davon, wenn man einen Portugiesen, der in China aufgewachsen ist und in London lebt, ins Zillertal schickt: „Black Minutes of Memorial Snow” heißt die Quart-Arbeit des renommierten Fotografen Edgar Martins. Martins’ Arbeiten – eine beunruhigende Mischung aus Fiktion und Realität – sind am Cover und auf den Seiten 8–17 der aktuellen Ausgabe von Quart zu bewundern:

Heft 17 erscheint am Do. 5.5. und wird am selbigen Tag um 20 Uhr in der Bäckerei (Dreiheiligenstr. 21a, Innsbruck) präsentiert – wozu wir alle auf’s Herzlichste einladen!

Stefan Abermann, Martin Fritz, Markus Koschuh und Robert Prosser – auch bekannt unter dem Namen „Lesebühne Text ohne Reiter” werden an diesem Abend lesen. Warum eigentlich? Ja, warum eigentlich?

Das Prinzip der linken Seiten bei Quart ist inzwischen Kult. Und in Heft 17 haben sich die Autoren/poetry slammer von „Text ohne Reiter” von den „regulären” Textbeiträgen zu neuer Prosa inspirieren lassen, „die zwischen Metatext und Phantasie, Kreuzworträtsel und Rekombination changiert”.

Sonst noch in Quart 17 zu finden: Die neue Kolumne „Fließtext”, zum Auftakt von niemand Geringerem als Barbara Frischmuth verfasst. Exoten unter der Brennerautobahn, die Karl Unterfrauner aufgespürt hat. Eine Recherche von Krista Hauser über den Urahn aller Hörbigers, den Orgelbauer Alois Hörbiger aus der Wildschönau.

Heuschnupfen hin oder her, wir sind also stolz wie die Schneekönige und freuen uns darauf, unser Scherflein zum Quart #17 (noch mehr Info zum Heft und Bestellmöglichkeit) präsentieren zu dürfen – bleibt also nicht in Scharen aus! Eine Tiefschneeladung voll Intertextualität, Interviews wie aus David-Lynch-Filmen, kognitive experimentelle Psychologie, Epiphytenpflegetipps, der Zusammenhang von Vivienne Westwood und Krautinger und vieles mehr werden es euch lohnen.

Kurzzusammenfassung:
Do. 5. Mai 2011 um 20:00 Uhr in der Bäckerei (Dreiheiligenstr. 21a, Innsbruck): Präsentation Quart #17 mit Text ohne Reiter