Pein, Zwetschken und Sinnfindung light: das war T.o.R. im Dezember

Mario Tomic und unscharfer Kurzinterviewer Stefan Abermann

Überraschen wird es nicht dass Text ohne Reiter auch im Dezember im Moustache zelebriert wurde, dass es eine Art hatte – und damit ist wohl gemerkt nicht nur der von Gast Mario Tomic mitgebrachte Slivo gemeint.

Markus Koschuh und Stefan Abermann

Denn Robert Prosser war leider unabkömmlich, da er in den Studios der BBC in Sheffield zum neuen Anchorstar aufgebaut wurde, aber die verbliebenen Stammautoren kredenzten auch zu dritt ein vielfältiges und doch stets sanft die schönen Themen Folter und Gewalt umschmiegendes Literaturperformanzprogramm:

So erklärte Stefan Abermann, wie man sich dem Schlosser gegenüber rausredet, wenn man nach der Lektüre eines aktuelles, auch als “Shapes of Gay” bekannten Bestsellers mal wieder in die Fesseln gefallen ist und wie tomic der Tomic ist, Martin Fritz entführte in ein lyncheskes Schneekugelkaleidoskop aus Privatyachten und Folterkellern und hommagierte dem besten Film aller Zeiten und Markus Koschuh huldigte schließlich im grammatischen Zentrum seines Grammatischen einem Großmeister der Grammatik, der dennoch den Tod eines Igels zu verantworten hatten und erzählte passenderweise von einem Goliath mit ohne rechtem Arm.

Mario Tomic

Gastleser Mario Tomic entzückte die verwöhnten Ohren des gut gekleidet und zahlreich erschienenen Publikums mit einem seinem liebsten Tierdichter gewidmeten Survival-Training im Grazer Univiertel, bei dem, wie es bei Tomic-Texten nun einmal so gehört, von reichlich (Körper- und anderen) Flüssigkeiten, Mur-Überquerungen und eben Säugetieren die Rede war, einem gestiefelten Kater, Zukunftsvisionen, die den Mond als Werbefläche und einen Krieg Österreichs gegen die Vereinigten Staaten enhielten sowie diversen weiteren feuchten Angelegenheiten.

Abgerundet wurde der Abend noch durch zwei das Open Mic nützende Herrschaften: philmarie dozierte über die Verabscheuungswürdigkeit aller Menschen und wies damit auf seine poltische Lesebühne am 18.12. im DeCentral hin und David wusste wie gehabt von hinter seiner Seite des Tresens hervorkommend von der Apokalypse und Sinnfindung des kleinen Mannes zu berichten. Und noch mehr Fotos von diesem Spektakel bietet der vorangegangene Link.

Die übliche Verbeugung bei T.o.R. im Dezember 2012

Harte Fakten:
Nach der Lesebühne ist vor der Lesebühne, darum hier der Hinweis auf das nächste T.o.R. am DO 10. Jänner 2013 um 20:00 Uhr mit Daniela Dill

Article Global Facebook Twitter Myspace Friendfeed Technorati del.icio.us Digg Google StumbleUpon Eli Pets

Hinterlasse eine Antwort