Das war T.o.R. im September mit Patrick Salmen

Patrick Salmen, Koschuh, Stefan Abermann und crazy Kunstfilter

Text ohne Reiter wäre nicht Text ohne Reiter würde nicht sein am ungefähr rechten Fleck angebrachtes Herz für die Kunst schlagen, deswegen dachten wir uns: Legen wir doch im Gimp so einen irren Kunstfilter über das Nachberichteröffnungs-Foto oben, das freut unseren Gast Patrick Salmen sicher ganz besonders, da sieht er dann bei was für einer ziemlich voll crazyen und recht urviel kreativen Lesebühne er da mal wieder war.

Aber funky Metareflexion beiseite, sagen wir es einmal so: Relativ vollkommen abgefahren waren die Texte des Abends, die sich ums Grundthema “Naive und Spontane Lebensfreude” rankten wie Dekoelemente in einem Designergarten: Stefan Abermann eröffnete mit einer Soap Opera im Architekturmillieu und beschloß den Abend mit einer Hochzeitsrede des Grauens, Martin Fritz spielte inzwischen mal wieder mit seinen schönsten Urlaubserlebnissen Lyrikbingo und berichtete von den Freuden des Alters und Dandytums, während Koschuh Touristen verhonepipelte und den Abermann hommagierte und Robert Prosser weilte während all dieser Zwischenzeiten im mondänen Berg Karabach. Irgendwo heult ein Wolf. Am Open Mic entlarvte Phil Marie den Rausch und die Zivilisation als Opium fürs Volk, das uns vom Durchblick auf die Realität ablenkt und Josef Benender brachte dem Publikum im Café Moustache Gebirgslyrik näher.

Patrick Salmen ohne Kunstfilter, also alle Ironie härterer Gangart beiseite: Was ist besser?

Stargast Patrick Salmen erzählte von seiner ungefähr ehrlich und tief empfundenen Freude über einen Diavortrag vom Eifelturm und überhaupt seiner Vorliebe für alles Menschliche und Verkünstelte und fand damit ebenso Gleichgesinnte wie mit seinem ziemlich unglamourösen Berufwunsch Schornsteinfeger, dem Aufstoßen des kleinen Mannes. Es menschelte also wie im Frühstücksfernsehen, der Hugo floß in Strömen, kesse Sprüche alles dabei, ein Idyll wie in Coby County alles in allem. Und denen, die behaupten, es sei anders gewesen, sei gesagt: Wir haben eine Axt.

Noch mehr kesse Fotos gibt es hier, eine zweite Meinung zum Geschehenen hier und das nächste Mal gibt es das ganze Rambazamba am Donnerstag, den 13.10.2011 mit den PreisträgerInnen des 4. T.o.R.-Jugend-Literaturpreises.

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