T.o.R. am DO 9.6. mit W.i.R. Frank Klötgen

frank kloetgen bei t.o.r. (c) carmen sulzenbacher

Verausgabung und Überschwang, diese beiden so ungleichen Brüder im Geiste, sind bekanntermaßen direkt Synonyme für Text ohne Reiter, dieses immer noch südlichste Hörbuchsurrogat (oder wie andere auch sagen: Lesebühne) des deutschsprachigen Sprachraums. Jetzt steht natürlich die rhetorische Frage im Raum wie die metaphorischen Orgelpfeifen: Woher nimmt T.o.R. eigentlich diese enorme Kraft für die monatlichen Performanz-Exzesse? Nun, die Antwort ist so einfach wie die Beckenrandsprungfigur “Kerze” (übrigens Voraussetzung für den Pinguin-Schein), denn natürlich steht auch hinter einer erfolgreichen Lesebühne stets eine erfolgreiche Alma Mater, deren nährende Kraft unsere zehrende Maßlosigkeit erst möglich und notwendig macht. Konkret: Unsere Leopold-Franzens-Universität überhäuft uns nicht nur mit Erkenntnis und W-LAN in der Bibliothek, sondern beschafft uns auch unseren Gast im Juno.

Der heißt nämlich Frank Klötgen, reüssierte bekanntermaßen schon einmal bei T.o.R. (weswegen zu seiner Vorstellung nebst z.B. diesem Video nur mehr auf diese Kurzbio verwiesen werden muss), und ist ferner auch noch Writer in Residence 2011 der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck.

folder writer in residence 2011 seite1
folder writer in residence 2011 seite2
Ein Blick auf den Folder des W.i.R.

Dem Wahrnehmen des gesamten Veranstaltungsprogramms während Klötgens Aufenthalt können wir natürlich nur unsere Empfehlung ausstellen, wenngleich auch sein bester Innsbruck-Auftritt voraussichtlich und geplanterweise bei uns stattfinden wird. Denn die Stamm-T.o.R.en Abermann, Fritz, Koschuh und Prosser können es schon kaum mehr Erwarten, sich ein letztes Mal vor der Sommerpause im Moustache pünktlich ab 20:00 Uhr derart kaputtzuruinieren, dass kein noch so kleiner Funken Kraft oder Verstand mehr übrig bleibt, getreu dem Vereinsmotto: Bis weit über alle vernünftigen Grade der Erschöpfung hinaus voller Einsatz nur fürs Publikum und für die Poesie. Open Mic-Gelegenheit für 2×5 Minuten gibt es natürlich auch wieder, also tanzt mit uns noch ein letztes Mal vor dem Sommer auf dem Vulkan der Vortragskunst.

Konklusio für SchnelldurchscrollerInnen:
DO 9.5. 20:00 @Moustache T.o.R. mit Frank Klötgen (Berlin)

Article Global Facebook Twitter Myspace Friendfeed Technorati del.icio.us Digg Google StumbleUpon Eli Pets

Hinterlasse eine Antwort