Category Archives: News

T.o.R. im Mai mit Christoph W. Bauer

Christoph W. Bauer, Foto (c) Florian Schneider

In Berlin heißen die Bars ja z.B. “An einem Sonntag im August” und sagen kann eins das auch im April, sogar wenn es um den Mai gehen soll. Denn so groß sind die Unterschiede im Inneren von Bars nicht, wie niemand besser weiß als die Forschungsgruppe fiktionale und fiktive Barnamen oder wie andere auch sagen: Text ohne Reiter, die Innsbrucker Lesebühne.

Wenn wir privat eine Bar betreten, verläuft das Gespräch eher wie in einem Kaurismäki-Film, aber das machen wir natürlich alles nur für Euch: Wir sparen uns die Eloquenz, Spritzigkeit und Schärfe der Gedanken und Pointen auf für die Bühne. Und zwar für die Bühne unserer Lieblingsbar, der des Moustache, wo die Teilzeit-Stammgäste und Vollzeit-T.o.R.-Stammautoren Abermann, Fritz, Koschuh und Prosser am 8. Mai 2014 um 20:00 Uhr wieder einiges zu berichten haben werden von den düstersten Pinten und hellsten Höhen, die sie wie immer nur auf der Suche nach lesebühnentauglichen Geschichten aufgesucht haben werden.

Einiges über Bars zu sagen hat gewiss auch unser Mai-Gast Christoph W. Bauer, den in Innsbruck vorzustellen so nötig wie ein Becks Gold ist. Neben seiner neuesten Veröffentlichung In einer Bar unter dem Meer prädestiniert den eigentlich ja transoeniuvalen (umso mehr freut es uns, ihn über den Inn zu locken) Dichter nicht zuletzt für uns, dass er einen seiner früheren Lyrikbände präsentierte, indem er so lange jeden Abend in einem anderen Bögenlokal las, bis die Bögen zu Ende waren (es könnte Supersonic ebenso gewesen sein wie Die Mobilität des Wassers sollte man mieten können – wir waren dabei, können uns also an nichts erinnern). Wer dazu physisch und psychisch in der Lage ist, ist mittendrin in unserer Liebe.

Darin befindet sich ebenso das Open Mic, das die Möglichkeit für 2×5 Minuten für Textvortragswillige aus dem Publikum eröffnet sowie wie unsere pünktliche Beginnzeit. Es wird Moloko fließen wie in der Korova Milk Bar, und Blut wie in The Bronze und im Fangtasia gemeinsam!

Kurze:
Do 08.05. 20:00h Moustache: T.o.R. mit Christoph W. Bauer (Innsbruck)
Und zum Facebook-Event geht es hier entlang.

These Ten Stunning Facts Totally Made My Day, You Won’t Believe What Happens At #4, oder: T.o.R. im April mit Alex Burkhard

Alex Burkhard

1. Auch den April, den alten Launing-Monat, nützt das viralste Clickbait, oder wie andere auch sagen: Text ohne Reiter, die Innsbrucker Lesebühne, für einen Auftritt.

2. Zu diesem Zweck werden sich die privaten User Generated Content-Generatoren und hauptberuflichen T.o.R.-Stammautoren mit den Namen Abermann, Fritz, Koschuh und Prosser am Donnerstag, den 14. April 2014 um 20:00 Uhr wieder in ihr geliebtes Moustache verfügen, und zwar pünktlich.

3. Damit aber noch lange nicht genug: Alex Burkhard aus dem schönen Isarflorenz, wie München ja auch genannt wird, wird uns dabei zur Seite stehen und beweisen, dass seine Texte und Performanz maßgeblich beteiligt waren an der natürlich trotzdem unglücklichen Niederlage des Team Innsbruck gegen München in der Disziplin Poetry Slam. Und lesebühnentauglich sind sie sowieso auch, wovon sich beim Betrachten dieser Videos selbst überzeugt werden kann.

4. Feenhaft wird das also werden, wenn wir alte Affen in den Himmel gehen. Denn if man is

5. and the devil is

6. then god is

7. Und nichts anderes wünschen sich Anrufer_innen bei Musikwunschsendungen im Radio, also wird es für eine Lesebühne auch nicht ganz falsch sein.

8. Sofern wir unseren Geist nicht verlieren, behalten wir auch die Open Mic-Möglichkeit für 2×5 Minuten für Textvortragswillige aus dem Publikum sowie die pünktliche Beginnzeit ein. Behaltet den Kopf am Boden und die Füße in der Luft und schwimmt weit draußen im Wasser in Strömen uns zu.

9. Alle April-Facts noch einmal zusammengefasst. Wow!:
Do 10.04. 20:00h Moustache: T.o.R. mit Alex Burkhard (München)

10. Was ist ihre Meinung dazu? Diskutieren sie mit auf Facebook.

T.o.R. im März mit Katja Hofmann

Katja Hofmann

Jetzt sind wir zumindest was die Jahreszeit betrifft aus dem Schlimmsten auch schon wieder raus und können uns Angenehmeren zuwenden wie etwa Scherzanrufen in Halle an der Saale, in denen wir, die praktischsten Joker der Ferngespräche oder wie andere auch sagen Text ohne Reiter, die Innsbrucker Lesebühne, sagen, dass wir nun, wo die Temperaturen Tennis auch im Freien wieder zulassen, die Halle nicht mehr benötigen.

Oder aber wir lassen das bleiben und die Freizeitprankster und hauptberuflichen T.o.R.-Stammautoren namens Abermann, Fritz, Koschuh und Prosser kommen am 13. März 2014 um 20:00 Uhr wieder ins Moustache um dem Frühling ein Liedchen zu singen, natürlich nicht ohne Unterstützung durch die Lesegästin der Iden des März, Katja Hofmann, die uns für dünne Witzchen über ihre Heimatstadt hoffentlich nicht hasst.

Nichts ändert sich des Weiteren an der Open Mic-Möglichkeit für 2×5 Minuten für Textvortragswillige aus dem Publikum sowie der pünktlichen Beginnzeit. Genießt mit uns den Frühling, es wird sowieso wie stets hinterher wieder so schnell vorbei gewesen sein.

März-Memento:
Do 13.03. 20:00h Moustache: T.o.R. mit Katja Hofmann (Halle)
Und zum Facebook-Event geht es hier entlang.

T.o.R. im Feber mit Klaus Lederwasch

Klaus Lederwasch

Viele brauchen äußere Anlässe wie fünfte Jahreszeiten, alle vier Jahre stattfindende Spiele oder 100-Jahres-Jubiläen um sich in seltsamen Gewandungen merkwürdigen Tätigkeiten zu widmen, die sie im Alltag unterlassen, nicht so aber die anlassunbezogensten Energieferialpraktikanten des Jahrhunderts, oder wie andere auch sagen: Text ohne Reiter, der Innsbrucker Lesebühne. Und so wird es nicht ausbleiben, dass die Freizeitchronisten und hauptberuflichen T.o.R.-Stammautoren namens Abermann, Fritz, Koschuh und Prosser am 13. Februar 2014 um 20:00 Uhr wieder im Moustache zu fröhlichen Gegenprogramm zu Übeln wie Villach, Sotchi und Weltkrieg zu bitten.

Fünfter Energielieferant des Abends wird Gastleser Die Klaus Lederwasch aus der Steiermark sein, dessen bühnenliterarisches Können nicht nur im Sieg beim Ö-Slam 2012 seinen Niederschlag fand, sondern auch in Aufträgen als Storywriter für Disney-Filme.

Im dritten Absatz sei noch darauf hingewiesen, dass die Open Mic-Möglichkeit für 2×5 Minuten für Textvortragswillige aus dem Publikum sowie die wie immer gleich pünktliche Beginnzeit sich ebenso wiederholen wie die Feststellung, dass es hinterher gewiss so schön gewesen sein wird, dass wer nicht dabei war, es jetzt schon bereuren sollte.

flotte Fakten Feber:
Do 13.02. 20:00h Moustache: T.o.R. mit Klaus Lederwasch (Graz)
Und zum Facebook-Event geht es hier entlang.

T.o.R. im Jänner mit Die Karin

Vieles ist unsicher, aber eines gewiss: Nothing changes on new year’s day. Und das kommt der konstantesten Invarianz, oder wie andere auch sagen: Text ohne Reiter, der Innsbrucker Lesebühne sehr entgegen, denn wenn die eins verinnerlicht hat, dann dieses: dass abwechslung immer das gleiche ist wie wiederholung / denn zu jedem zeitpunkt wäre beides ja als nächstes möglich.

Wir fassen also keine neuen Vorsätze, die dann doch keiner Evaluation stand halten, sondern bleiben einfach bei unseren altbekannten Stärken und wiederholen das Erscheinen der standfesten Kontinuitätsgaranten und hauptberuflichen T.o.R.-Stammautoren mit den auch im neuen Jahr gleich gebliebenen Namen Abermann, Fritz, Koschuh und Prosser im beharrlichen Moustache und zwar am 9. Januar 2014 um 20:00 Uhr.

Beibehalten wird auch die stete Tradition der Herren Stammautoren, sich dabei von einer Gastleserin an Grazie, Vortragskunst und Eloquenz übertreffen zu lassen, und diese Aufgabe wird dieses Mal Die Karin souverän erledigen, hat sie doch beim als “Debakel von Linz” in die Geschichte eingegangenen Städtebattle ihr Scherflein für ihre Heimatstadt beigetragen und auch ansonsten ist die bekennende Palindromliebhaberin ein Fixstern der Bühnenliteraturszene.

Beständig bleibt naturgemäß auch die Open Mic-Möglichkeit für 2×5 Minuten für Textvortragswillige aus dem Publikum sowie die wie immer gleich pünktliche Beginnzeit. So viel Persistenz ist in Zeiten, in denen angeblich die einzige Konstante ist, dass sich alles immer ändert, natürlich nicht gut angesehen, aber es wird schon auch für etwas gut gewesen sein, darum walk this lonely road with us, and we’ll walk with you.

Januar-Jahresanfangs-Fakten:
Do 09.01. 20:00h Moustache: T.o.R. mit Die Karin (Wien)
Und zum Facebook-Event geht es hier entlang.

Rock ‘n Roll! Das war T.o.R. im Dezember 2013

yasmo

Was sonst eigne sich besser zum Jahresbeginn, als reinen Tisch zu machen und verschämt ein Geständnis abzuliefern: wie bereits in Vergangenheit passiert, hat der ansonsten tadellos werkende Nachberichtsschreiber unserer Lesebühne, die aufgrund ihres aus Ennui gespeisten Stilbewusstseins Jim Jarmusch das Giftgrün blanken Neides in die Augen zu zaubern vermag, seine Notizen irgendwo in Innsbruck verloren oder in Wien verkauft, oder, wahrscheinlicher, im dazwischen liegenden Tiroler Unterland verbrannt, in einer Gegend also, welche ob der Krautinger-induzierten und als Brauchtumspflege getarnten, feiertäglichen Ausschweifungen (die, wie fleissige Komparatisten längst wissen, nicht wenig leisteten, um J.R.R. Tolkien die Inspiration zu Mordor zu verschaffen) per definitionem dazu geeignet ist, schüchterne Dichter, Manuskripte wie Nachberichtsnotate unterm Arm geklemmt, in einen alpinen Bewusstseinslooping a la Evel-Knievel-Acidaction zu stürzen, der Hunter S. Thompson zur Ehr gereichen würde und gebrochene Herzen, zerborstene Fenster, sowie mehrere aufgebrachte Schützenverbände inkludierte, was weniger in Euro, als vielmehr mit Erinnerungsvermögen bezahlt wurde. Aus dem stroboskoppulsenden Wahnsinn, in welchen die Lesebühne-Afterparty, die Vorweihnachtszeit, Weihnachtsfeiertage sowie Vorsilvester und Silvester höchtspersönlich versanken, lassen sich nur wenige Tatsachen retten: Am 12. Dezember im Moustache trug Robert Prosser ein Gedicht zu Adam und Eva vor, brachte Martin Fritz die Ausschreibung für die Super-Lesebühnen-Praktikantin zu Gehör, las Stefan Abermann einen mit Songtiteln gespickten Text und ja, Markus Koschuh war auch da. Einige Fakten allerdings stehen frag- und zweifellos fest: Yasmo, Yasmin Hafedh und Miss Lead sorgten a) für einen großartigen Abend, welcher b) vor einer enthusiastischen, unzählbaren und das Moustache bis auf den letzten Zentimeter besetzenden Menge bejubelt und befeiert wurde, die wiederum c) nur ein Wort mehr aus dem Munde der Trinität des Spoken-Words gebraucht hätte, um vollends in einer Orgie der Sinnesräusche zu schlittern, so wie d) Uschi Obermayr beim Anblick von Keith Richards. 2014 kann nicht besser oder ausschweifender werden. Allerhöchstens gesünder.

yasmo

Der T.o.R.-Flyer für Winter und Frühjahr 2014

Das Springerle unter den Vanillekipferln oder wie andere auch sagen: Text ohne Reiter, die Innsbrucker Lesebühne, wünscht euch lieben Fans der Widersprüche, der Vagheit und der Differenz naturgemäß die von Herzen kommendsten Season’s Greetings, die sich eins nur denken kann, nicht jedoch ohne vorher mit Stolz und Besinnlichkeit auf unsere kommenden Termine hinzuweisen:

T.o.R.-Flyer für Winter und Frühjahr 2014 (T.o.R.-Logo (c) Pascal-Anne Lavallée Layout (c) Carmen Sulzenbacher)

* DO 09.01.14 mit Die Karin (Linz)
* DO 13.02.14 mit Klaus Lederwasch (Graz)
* DO 13.03.14 mit Katja Hofmann (Halle)

Wie stets gilt unser Dank Carmen Sulzenbacher für die perfekte Umsetzung unserer Antlitze in Hundegestalt, alles weiteren Detailinformationen werden euch zeitgemäß erreichen, wir sehen uns dann 2014 im Moustache. Friede den Plätzchen!

T.o.R. im Dezember mit Yasmin Hafedh

Punsch, Kiachl & Jahresbestenlisten – damit beschäftigt sich die Welt zur je nach subjektiver Wahrnehmung und Einschätzung schlechten oder eben aktuellen Jahreszeit in erster Linie – nicht so aber die intersubjektiv dekohärentesten Relevanzkritiker Westösterreichs – oder wie manche auch sagen: Text ohne Reiter, die Innsbrucker Lesebühne.

Denn die postpostintelligiblen nebensächlichen Abschweifer und hauptamtlichen T.o.R.-Stammautoren mit den abseitig klingenden Namen Abermann, Fritz, Koschuh und Prosser werden sich ganz ohne saisonalem Gepäck, Getränk und Rückschau am Donnerstag, den 12. Dezember 2013 um Punkt 20:00 Uhr im Moustache sammeln, um von dort der ebenso zwingenden wie zufälligen Digression ein Loblied zu singen oder wie andere auch sagen, ihre zur Adventszeit passenden Texterln aufsagen.

Zentrum dieses Zusammenkommens wird jedoch ohne Zweifel Yasmin Hafedh sein, die wir euch als aktuelle Ö-Slam-Championess soundso nicht mehr vorstellen müssen, denn zumindest den Titeltrack ihres aktuellen Albums Kein Platz für Zweifel kennt ihr ja alle längst z.B. aus den FM4-Charts. Yasmin oder Yasmo ist irgendwie bekanntermaßen ja auch Miss Lead, sodass wir insgesamt gleich drei Personae zu Gast haben, was will man also mehr.

Nebenher und mittendrin gibt es ferner noch wie stets Open Mic-Möglichkeit für 2×5 Minuten für Textvortragswillige aus dem Publikum sowie die immer gleich pünktliche Beginnzeit, kommt also alle vorbei, denn im Advent geht es ums Ankommen und ohne wo Hinkommen kann man fast immer nie hinterher wieder weggehen.

Dezember-Dates:
Do 12.12. 20:00h Moustache: T.o.R. mit Yasmin Hafedh (Wien)
Und zum Facebook-Event geht es hier entlang.

Easy gespotted: Das war T.o.R im November 2013

Pünktlich wie Amazon-Dronen sind die Nachberichte von Text ohne Reiter, jener Lesebühne, die für die vier Stammautoren das ist, was für Kanye West ein Motorrad darstellt. Bound hoch 3, sozusagen.

clara felis und markus koschuh

Fritz und Koschuh moderierten die Novemberauflage wie zwei stolze Martini-Gänseriche, schnatternd und aufgeregt flügelschlagend, dabei nicht einer gewissen Eleganz entbehrend. Doch nicht nur die beiden verstummten ehrfürchtig, als der Lesebühne Gästin Clara Felis zu Izzi Bizzi Teeny Weeny (Markus Koschuh bewies einmal mehr außerordentliche Fähigkeiten als DJ) ans Mic steppte.

Fräulein Felis ist am hiesigen SpokenWord- und Slamhimmel das, was ein als Glühwein getarnter Long Island Icetea an Innsbrucker Christkindlmärkten ist, nämlich ein Turbolader ihres Metiers. Trotzdem easy wickelte sie die Publikumsheerscharen um den Finger: „Sag mal stopp zu den Grünampeln, die nicht rot werden und deshalb keine Verschnaufspausen gönnen, lehn dich zurück und mach mal halblang“, führte die gebannt Gefesselten im Windschatten einer Radbotin durch Straßen: „die Stadtansicht ist Stadt an sich“, und versäumte nicht, per frenetisch geforderter Zugabe auf die nervtötenden Elemente im (Liebes-)Glück der Mitmenschen hinzuweisen. Einfach großartig, wir und unsere Pferdchen verneigen uns tief.

Stefan Abermann forderte zu vermehrten Biergenuss auf, immerhin macht Bier nicht nur andere Menschen schöner, sondern auch den Trinker selbst. Er offerierte Details, wie die als Grenze eingebaute Fahne, die verhindert, dass wir alle, die wir das Bier wie unsere Lesebühne lieben, in Körpersäften ertrinken. Es folgte ein Brief an den Sohn, den dieser in ferner Zukunft, da der Vater längst im Altersheim liegt, zu lesen kriegt: „Der Tag der Rache ist gekommen, du musst mich pflegen. Und wenn du das alles gemacht hast, dann war das Dummheit. Oder vielleicht Liebe. So wie früher zwischen dir und mir.“

Martin Fritz las aus „Radfahren schön trinken“, just im Milena-Verlag erschienen, und gab Einblicke in den Häschenkurs des Bachmannpreises, in dessen Zentrum der dunkle Fürst der finsteren Anekdotenausschmückung Audienz hält und mit Thomas Klupp nacht (oder nackt, ich bin mir unsicher) schwimmt. Es folgte ein mit Songtiteln gespickter Text, der sich um die Radio-Aktivität von Autor und DJ, den zwei ärmsten Schweinen des Kulturbetriebes, gleichermaßen kümmerte, sowie ein Aphorismus erster Güte: Was sagt die Freundin zum Alkoholiker: Sex oder nie mehr Ex.

clara felis

Robert Prosser lieferte Einblicke in die Riots von Manchester anno 2011, ein Teil der damaligen Flammen war in diesem Text zu spüren, und trug seinen Beitrag für Spotted: University Innsbruck vor, worin ein etwas älterer Herr ein wunderschönes Mädchen im Männerklo des Queens-Club entdeckt, bzw. sich zu ihr unters Pissoir legt, samt Gesang und viel, viel Liebe. „Sei das M in meiner DMA.“ – das ist doch mal eine Ansage.

Markus Koschuh trug eine vertrackte, an „In Bruges“ erinnernde Geschichte vor, worin ein Fleck auf einer Hose, ein ehemaliger Polizeihund und zwei Krokodile zu Explosion, Mord und Todschlag, sowie eingemauerten Frauen führen. Am Ende überlebt nur einer, nämlich der dreckigste von allen. Den kriminellen Energien treu bleibend verzückte er zudem mit dem Verhör eines Mannes, dessen Opa tot aufgefunden worden war, und redet sich dialektal um Kopf und Kragen.

Das Open mic wurde von Iris bestritten, Kardamomkaffee, Kehrtwenden und Kapitäne zogen auf großer Fahrt durch ihre Gedichte. Iris genoß die Zigarette danach und ja, sie hatte sie sich auch wirklich verdient.

t.o.r.

So und nicht anders wird es gewesen sein, jüngst im November, es bleibt der Hinweis auf die diesjährig frühe Bescherung, die da zu Innsbruck vonstatten gehen wird am 12.12. im Moustache, mit Yasmo als Specialguest.

Fast Facts: Next T.o.R am 12.12.2013, 20 Uhr im Moustache, mit Yasmin Hafedh

T.o.R. im November mit Clara Felis

clara felis

Anfang November pflegt die Welt als ganze ja ganz kirre zu werden von Ganslschmäusen, Weihnachtsmarkteröffnungen und anderem schaurigen Brauchtum des Nebelungs und Schlachtmonats, aber die federviehaffinsten Appropriateure weltweit – oder wie manche auch sagen: Text ohne Reiter, die Innsbrucker Lesebühne – kapitulieren nie.

Dies äußert sich u.a. darin, dass die Nebenerwerbs-Federkielholer und hauptamtlichen T.o.R.-Stammautoren, die da heißen Abermann, Fritz, Koschuh und Prosser sich am Donnerstag, den 14. November 2013 um 20:00 wieder einmal mehr im Moustache versammeln wie die Gänge beim Törggelen um Kostproben ihrer Literaturperformanzeloquenz zu geben.

Als besonderes Zuckerl bringt uns dazu der Pelzmärtel Clara Felis als Gastleserin, deren Bedeutung für die Slam-Poetry- und Spoken-Word-Szene in Wien und weit darüber hinaus sich nicht nur z.B. neulich im Sieg beim Busbimslam-Finale, sondern z.B. auch in der wissenschaftlichen Buchveröffentlichung Auf den Spuren der Lyrik beim Poetry Slam zeigt – diese Bühnenpoetin weiß, wovon und wie sie darüber spricht.

Alle weiteren Traditionen werden gewahrt, d.h. Open Mic-Möglichkeit für 2×5 Minuten für Textvortragswillige aus dem Publikum und althergebracht pünktliche Beginnzeit samt noch früherem Erscheinen der Klugen, die Sitzplätze mit guter Sicht bevorzugen. Wir schnattern jetzt schon wie die Gänse im Stall und leuchten wie alle Laternen und Sterne zusammen.

November-News:
Do 14.11. 20:00h Moustache: T.o.R. mit Clara Felis (Wien)
Und zum Facebook-Event geht es hier entlang.