Category Archives: die T.o.R.en solo

Fremdgehtipps

Das Frühjahr bringt mal wieder ein paar Soloprojekte der T.o.R.en, wobei Soloprojekte nicht wirklich treffend formuliert ist, da die Nebenprojekte der hauptamtlichen T.o.R.-Stammautoren und hier eben nebenamtlichen Hauptprojektleiter naturgemäß auch nicht jeweils allein ins Werk gestellt werden. Aber der Reihe nach.

Martin Fritz beteiligt ist in der Karwoche an einer Nahwelt, hier der offizielle Flyer und Ankündigungstext:

Wir wollen eine Nahwelt bauen

“Ich wünsche mir eine Welt, die nur aus anderen Menschen besteht. Nur dich und alle anderen, mehr will ich ja nicht”

WIR WOLLEN EINE NAHWELT BAUEN stellt sich und seinem Publikum vor allem eine Frage: Welche Formen von Beziehung und Zusammenleben sind jenseits der bestehenden denk- und lebbar.
Während SchauspielerInnen auf einer Bühne zwar über vieles, normalerweise aber nicht über sich selbst sprechen (dürfen), treten die Beteiligten von WIR WOLLEN EINE NAHWELT BAUEN als ihre eigenen Kunstfiguren auf, geben Intimes preis, ohne aber die Illusion von Authentizität zu beschwören.
Inszenierung / Performance. Von und mit: Ale Bachlechner, Martin Fritz, Franz-Xaver Schumacher, Lia Sudermann sowie Stefan Ramírez Pérez. Grafik: Nina Fuchs

FREIES THEATER INNSBRUCK – 28. 29. 30. 31. MÄRZ – 20:00
Eintritt: 5 / 8 Euro – Reservierung: freiestheater.at

“Wie bedingungslose Liebe ohne Knechtschaft ein funktionierendes Instrument würde, wie unsere gemeinsame Nahwelt kein Kerker sein muss, in dem wir ganz wir selbst sind und wie der andere als Subjekt und nicht bloß als Substanz Teil einer gemeinsamen Nahwelt wird und von allen würde ich am meisten dich durchliken, durchfaven, durchplussen, durchstarren und das System würde mir sagen: This object cannot be liked. Wir müssten eben alle alle durchliken, durchfaven, durchplussen, durchstarren und das Netzwerk würde uns sagen: Friends won’t know you’ve starred them.”

Gefördert vom Land Tirol im Rahmen von TKI Open 13
Zum Event bei Facebook

Stefan Abermann hingegen organisiert das Projekt Deaf Slam Tirol, hier ebenfalls, Flyer, Veranstaltungsbeschreibung und Links zu sämtlichen Details:

Deaf Slam Tirol ist ein Projekt, das den Poetry Slam in der Tiroler Gehörlosen-Gemeinschaft bekannt machen soll.

Was ist also ein Poetry Slam? Poetry Slam ist eine Form von Live-Literatur. Jede/r TeilnehmerIn hat 5 Minuten Zeit ihre/seine selbsterdachten Texte zu performen, das Publikum wählt die/den GewinnerIn. Das geht natürlich nicht nur in Lautsprache, sondern auch in Gebärdensprache.

Das Projekt Deaf Slam Tirol läuft in zwei Phasen ab (genaue Termine hier):

Workshops & Soloshows
An zwei Workshop-Wochenenden gibt es die Möglichkeit, Gebärdensprache, Gebärdensprachpoesie und Poetry Slam kennen zu lernen. Giuseppe Giuranna und Tobias Kunze, zwei erfahrene Slammer führen in die Techniken des Poetry Slam ein und präsentieren außerdem an den Abenden ihre eigenen Soloshows.

Bilingual Deaf Slam
In der zweiten Phase geht es ans Eingemachte: Die besten GebärdenslammerInnen aus den Workshops treten an einem finalen Abend gegen internationale (Lautsprache)-SlammerInnen an. Dabei werden alle Veranstaltungen simultan gedolmetscht.

Gefördert vom Land Tirol im Rahmen von TKI Open 13

Und über Markus Koschuhs zahlreiche und vielfältige Auftritte informiert stets dessen wunderschöne Website, während Robert Prossers Treiben auf der seinen mitverfolgt werden kann.

Die T.o.R.en im Sommer

symbolbild steigerung der produktivitaet

Kurz vor der seit September frühestens Ende Mai herbeigesehnten Sommerpause wird in unserem Business immer nochmal kräftig in die Hände gespuckt, bevor der Sturzflug ins süße Nichtstun beginnt. Und geht es Text ohne Reiter gut, geht es allen gut, darum hat Eure präferierte Beiträgerin zu einer ausgewogenen kulturellen Bruttoinlandsproduktion und Innsbrucker Lesebühne ihren vier tragenden Säulen a.k.a. Stammautoren auch ausreichend Spielraum zur Selbstverwirklichung außerhalb der engen Firmenkulturfabriksgrenzen gegeben. Das äußert sich in so vielen Neben- und Soloprojekten, dass wir hier gar nicht alle auflisten können, sondern nur auf die allernächsten und -größten Highlights der Kulturproduktion aus unseren Werkshallen hinweisen wollen:

postkarte innsbrucker prosa festival vorne

  • SA 14.05.2011 um 20:00, Die Bäckerei: Der Koschuh liest beim 9. Innsbrucker Prosa Festival, das wir soundso zur Gänze empfehlen
  • MI 18.05.2011 um 20:00, Buchhandlung Studia (über der Uni-Bibliothek): Der Koschuh präsentiert sein Kolumnenbuch “Koschuhs Kugelschreiber. Das Buch.
  • ebenfalls MI 18.05.2011 um 20:00, Stromboli (Hall): Martin Fritz diskutiert beim Literarischen Quartett mit
  • und den ganzen Juni 2011 über wird mit Frank Klötgen ein der Lesebühne nahe stehender Autor in Innsbruck als Writer in Residence bei diversen Veranstaltungen zu erleben sein

Dies ist wie gesagt nur eine Auswahl der Höhepunkt unseres kommenden öffentlichen Schaffens um Eure private Infoökonomiebilanz nicht zu überfordern, denn wo alles im Überfluss vorhanden ist, merken sich die Leute erst wieder nichts. Man kennt das ja und da geht es uns auch gar nicht anders als Euch. Aus diesem Grund lautet auch unser Motto: Push statt Pull – holt euch Eure Infos in Zukunft immer aktuell und vollständig doch selbst aus dem Facebook oder Twitter oder von den jeweiligen Websites eurer liebsten Einzel-T.o.R.en selbst, aber was sagen wir Euch medienkompetenten Durchblickern denn da.

Die T.o.R.en im Frühjahr 2011

Eine Lesebühne allein lastet Arbeitsbienchen, wie wir es sind, naturgemäß bei Weitem nicht aus, weswegen wir hier einige Eier in anderen Nestern und Fortschritte von Solo-Projekten der T.o.R.-Stamm-Autoren auszuzwitschern haben, deren Rezeption zur Überwindung der allgemeinen Frühjahrsmüdigkeit und Winterschlafsentzugserscheinungen nur dienlich sein kann wie Palmkätzchen als erste Bienennahrung und wer eine noch verhatschtere Frühlings- und/oder Biologie-Metapher parat hat, gewinnt alles und noch mehr, aber jetzt zur Sache:

Cover Mundpropagandal
Das unserem Haus traditionell nahe stehende königliche Poetryslam-Paar Mieze Medusa und Markus Köhle gibt unter dem Titel Mundpropaganda eine Anthologie des österreichischen Poetry Slams heraus, die im März 2011 beim Milena-Verlag erscheinen wird. Da diese Blütenlese ein trauriges Bouquet wäre ohne uns, sind wir drin.

Cover Hundestaffel
Stefan Abermanns Debütroman Hundestaffel wird am 7.3.2011 beim Skarabaeus-Verlag erscheinen und kann auf dem üblichen Wegen “jede beliebige Buchhandlung oder Internet-Versandkaufhaus” erworben werden. Natürlich gibt es dazu auch jede Menge Lesungen (u.a. in Leipzig), deren Termine hier recherchierbar sind.

Cover Feuerwerk
Robert Prossers bereits zweiter Roman Feuerwerk wird ebenfalls im März 2011 beim Klever Verlag erscheinen, Erwerbsmodalitäten s.o., die Termine der entsprechenden Lesungen (u.a. in Leipzig) sind hier nachzulesen.

der koschuh
Der Koschuh hingegen wird sein Schauspiel-Debüt im Stück Ein Mädchen wie das Sternenbanner über die Bühne bringen. Die Premiere ist am 17.3.2011 im TPZ im Lobkowitzgebäude in Hall in Tirol, die weiteren Termine gibt es hier.

skolastin release
Martin Fritz zuguterletzt wird die von ihm redaktionell mitbetreute Zeitschrift Skolastin am 17.3.2011 in den Räumlichkeiten der sh.asus in Wien vorstellen und feiern, wie im Details hier nachzulesen ist.

Fremdgehtipp

Am Freitag, den 25. Feber 2011, findet wieder der Bäckerei Poetry Slam unter reger Beteiligung der T.o.R.en statt, kommt doch alle vorbei!

baeckerei poetry slam innsbruck flyer