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Nachdenkpause

T.o.R. im Oktober 2014

7 Jahre gibt es T.o.R., die Innsbrucker Lesebühne, nun schon und somit es Zeit, in uns zu gehen, innezuhalten und selbstzureflektieren. Mit anderen Worten: die Abteilung für Qualitätssicherung und Modifikation der Gestaltung von Funktionsausprägungen oder wie andere auch sagen: Text ohne Reiter, die Innsbrucker Lesebühne, geht in eine winterliche Nachdenkpause – Konkret heißt das, der nächste reguläre Termin im Februar entfällt auf alle Fälle. Über weitere Entwicklungen und Ergebnisse unseres Nachdenkens informieren euch wie gehabt die magischen Kanäle der T.o.R.-Crew. Denkt da mal drüber nach, habt in der Zwischenzeit eine gute Zeit und werdet die, die ihr schon immer nie werden wolltet.

Liebe, Laster, Literatur: Das war T.o.R. im Dezember 2014

Ein Weihnachtsspecial? Ja klar, was sonst – dachten sich viele und kamen dann erst recht nicht aus dem Staunen raus, als sie Zeugen des Eggnog-Spektakels mit viel Lametta und Namen Text ohne Reiter wurden.
Die wehrten T.o.Ren zogen sämtliche Register der Orgel zu Oberndorf und überraschten mit einem Xmas-Medley, das dem Grinch seine grüne Hautfarbe vor Neid schneeweiß geworden wär. Stefan Abermann hatte das Bett zu hüten, an seiner Statt durfte Hannes Blamayer ran, der sich, wie wir ja mit hundertprozentiger Sicherheit vorauszusagen uns getrauten, so wacker schlug wie einst der FC Tirol unter Didi Constantini.

T.o.R. im Dezember 2014

Robert Prosser las aus einer Erzählung, die von einem Boxer in Manchester handelt und anhand von Ray Charles und dessen anzuzweifelnder Sehkraft die Liebe erklärt. Hannes Blamayer trug eine Insel-Film-Kritik vor, sowie Tagebucheinträge eines Zombies, von „Uuaaahauauahah“ über „Gestern bin ich ohne Zähneputzen schlafen gegangen“ oder „Das Wetter ist schön, ich freue mich“ bis hin zu philosophischen Betrachtungen, die das marode Hirn plagen: „Ist das ein schöner Tod oder ein schönes Leben?“ Martin Fritz brachte einen Monolog, auf den Elisabeth T. Spira scharf wär, und schraubte sich ausgehend vom Weihnachtsfest tief in zwischenmenschliche Tragödien. Markus Koschuh bot Grüße aus St. Aig und erfreute mit verspielter Wortmalerei, denn ob Steig, noch Steig, ab- oder aufsteig, es geht ums Steig-steigen versus Stiegensteigen.

T.o.R. im Dezember 2014

Die in der zweiten Hälfte dargebrachten Krippenspiele bedingten gelöste Stimmung im Publikum, als ob wir nicht im Moustache, sondern an einem der gefühlten zigtausend Glühweinstände Innsbrucks feuchtfröhlich polonesetanzend gewesen wären: Martin Fritz stellte Andrè Heller, dessen Personal Assistent, David Schalko, Peter Rapp und den Geist der vergangenen, gegenwärtigen und kommenden Weihnacht auf, die eine neue Fernsehshow ausbaldowern und am Ende einem Hasen in der Wiener Kärntnerstraße die Bilder erklären. Markus Koschuh zauberte die Innsbrucker Bogenmeile an einem Samstag Morgen auf die Bühne, die Stammautoren sturzbesoffen das Szenenlokal Bad Girls wie den Stern von Bethlehem im Visier. Und Robert Prosser rappte zu Sex, Apfel, Adam und Eva, mit einem improvisierten Acapella-Backgroundchor aus zwei Eseln (Martin und Hannes) und einem Ochs (Markus), was erstaunlich gut funktionierte und für ordentliches Kopfnicken sorgte.

Die Open Mics ließen gleichfalls nichts anbrennen, erst der bei T.o.R.-affinen Menschen bestens bekannte Hans-Peter, der die Legende von der Stillen Nacht um die kinderbringende Weihnachtseule erweiterte, dann Newbie Sebastian, der Herzen wie Kerzen vor sich schmelzen zu sehen glaubte und dafür von seiner Freundin in echt einen sehr langen Kuss bekam, sodass Publikum wie Autoren einen Moment kollektiv herzergreifender Romantik erleben durften.

T.o.R. im Dezember 2014

So lehrte denn die Dezembershow: Zwischen Literatur und Leben liegt oft nicht mehr, als ein Schritt über die Bühnenkante. Lasst uns dies ein Kalenderspruch sein und Wegweiser im nächsten Jahr.

Text ohne Reiter im Dezember

Symbolbild: Fürsorgende Pflege in schlechten Zeiten
Symbolbild: Fürsorgende Pflege in schlechten Zeiten

Abstrakt wissen wir es: Es ist nicht der Winter, es ist die Entfremdung. Nun ist es aber auch so: Das Auge sieht es, doch das Herz muss es glauben. Und so fällt es schwer, in Zeiten mangelnden Sonnenlichts und übermäßiger Verpflichtung zum Konsum übersüßen minderwertigen Alkohols sowie zum Besuch von Sozialevents, die auf der Beliebtheitsskala nahe an “Eingeweide herausreißen” rangieren (aka Weihnachtsfeiern) nicht Gedanken nachzugeben wie: Das helle Licht ist nicht für mich. Aber so ist es nicht, der Grund für die Traurigkeit in unserem Leben sind Strukturen und Melatonin und niemals die eigene Schuld. Und da der Mensch um der Güte und Liebe willen dem Tode keine Herrschaft einräumen soll über seine Gedanken, ist es wichtig gerade in schlechten Zeiten das Gute zu suchen, hegen und pflegen.

Da trifft es sich spitze, dass die Neigungsgruppe Selfcare, Work-Life-Balance und herzliche Fürsorge, oder wie andere auch sagen: Text ohne Reiter – die Innsbrucker Lesebühne, ein besonders liebevolles, tröstliches und herzliches Programm zusammengestellt hat für ihre nächste Ausgabe, die stattfinden wird am Donnerstag, den 11. Dezember 2014 um 20:00 Uhr im Moustache. Die Teilzeit-Herz- und Seelenmates sowie hauptamtlichen T.o.R.-Stammautoren Abermann, Fritz, Koschuh und Prosser haben sich nämlich entschlossen, das letzte T.o.R. des Jahres zu einer ganz besonderen Spezialausgabe werden zu lassen: Wir schreiben eigens ein Krippenspiel, blicken zurück auf das Jahr und voraus auf die kommenden und bieten so Trost, Beistand und Erbaulichkeit und nichts anderes braucht es doch im Dezember.

Wer sich von den Zumutungen der Winterdepression und der Verdinglichung lieber nicht durch Zuhören, sondern durch selbst Vorlesen befreien möchte, kann das Open Mic, also die Möglichkeit für 2×5 Minuten für Textvortragswillige aus dem Publikum, nützen und unsere pünktliche Beginnzeit kann für den Therapieerfolg nur hilfreich sein. Lasst uns einander reine Pflege sein!

Kurz auf einen Blick für schlechte Lichtverhältnisse:
Do 11.12 20:00h Moustache: T.o.R. Jahresabschluss-Weihnachts-Spezialausgabe mit Krippenspiel, Überraschungen und Erbaulichkeit
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Onomatopoeia und Muddas Marmelade: Das war T.o.R. im November 2014

Ein schneller Rückblick auf die November-Ausgabe unserer Lesebühnen, der Weihnachtswahn hält immerhin auch vor uns nicht inne und nebst Punschumtrunke gilt es, ein Adventspecial für die nächste T.o.R. Auflage zu gestalten, mehr sei noch aber nicht verraten. Damals im November also rückte Stefan Abermann aus auf die Buch Wien, während Martin Fritz in Venedig zum Gondoliere umgeschult wurde. Anderen Teams wie den Guardians of the Galaxy mag derartige Halbierung zusetzen, T.o.R. wusste mehr als ebenbürtigen Ersatz zu finden: Hans-Peter und Käthl schlüpften in die Rollen der in die Ferne gezogenen Stammautoren, bzw. jenen mit unverholener Grazie unter die vom ausschweifenden Lesebühnenleben bereits etwas schlaffe Haut.

Robert Prosser, der sich mit Markus Koschuh die überaus charmante Moderation teilte, eröffnete mit einem sich dem Rap nicht unbedingt verwehrenden Gedichtvortrag, der lyrisch empfindsame Gemüter wie allfällige Kopfnicker erfreute. Hans-Peter bewies, wie männlich es ist, Kakao zu trinken und rhythmische TV-Morgengymnastik zu gucken, und ermöglichte Lyrikfreund_innen mit dem Vortrag eines Kakao-Gedichtes weiteren Genuss. Markus Koschuh kehrte zu den Grinzinger Bäuerinnen zurück und zu den beiden Grundvarianten des Steaks, nämlich vor oder nach der Erfindung des Feuers, was nicht nur ihm ob der beschriebenen Kulinarik das Wasser im Mund gerinnen ließ, und Käthl bot ein fulminantes Lovesong-Medley, ausgelöst von einer unerwiderten Liebesbeteuerung, sowie ausgiebig beklatschte, teils onomatopoetische Gedichte zu Haushaltsgeräten, u.a. einem Staubsauger, der mit dem männlichen Geschlechtsteil eingehend Bekanntschaft macht.

Für ordentlich Eindruck und Nachhall im zweihundert Dezibel-Bereich sorgte Stargästin Alice Reichmann, die ihre Wiener Herkunft derart gekonnt einsetzte, dass selbst den vereinzelt im Publikum befindlichen Schützen die angeborene Skepsis gegenüber Österreichs Osten vom Herzen schmolz wie frühlings der Schnee vom Berg Isel. Alice Reichmann erzählte vom Klupping und wie die Wäscheklammer sich vom simplen Haushaltsutensil zum Trend mausert, indem man eine Wäscheklammer an seinen Schwarm klippt (oder kluppt), die Jugendsprache entert (ich nicht so klupp klupp), und den Clubobmann des Clubs of Kluppen hervorbringt, samt Lokalkolorit: kannst da die Entschuldigungskluppen in Oasch stecken, du Wappla. Alice, bzw. der Workshopleiter der Jugendhilfe, machte sich Gedanken drüber, was man der Mudda zum Muddatag schenkt, und weil Rap bekanntlich immer hilft, war u.a. folgendem zu lauschen: Mama Mama, was mach ma da? Mama Mama braucht an Hawara. Oder: Bist du weg dann ist es schade, wie bei Marmelade.
Die frenetisch eingeforderte Zugabe brachte eine Neuinterpretierung von Frau Holle ein, dieser Hua, heast, die von einem Jugendlichen, der sein Live nicht mehr packt, erstickt wird, was wiederum die Klimaerwärmung bedingt.
Kurzum: Es war ein Abend performativer Grandezza.

T.o.R. im November mit Alice Reichmann

Alice Reichmann

Und ich weiß nicht genau, ob es so etwas gibt und ob es an der Zeitumstellung liegt, so haben andere lang vor uns gesungen, aber das Phänomen ist und bleibt das selbe: Es wird kalt und dunkel vor den Fensterscheiben, aber nicht in den Herzen. Denn wir schlausten Sloths unter den nicht Hibernierenden oder wie andere auch sagen: Text ohne Reiter – die Innsbrucker Lesebühne, wir kennen jedenfalls kein Weekend, keine Herbsttraurigkeit und keinen Zeitumstellungs-Jetlag.

Nein, wir schlafen niemals Winter und maximal bei, rasen im Super Pursuit Mode durch die Nacht der schlechten Jahreszeit von Höhepunkt zu Höhepunkt und ein solcher wird ganz gewiss der Donnerstag, der 13. November 2014 um 20:00 Uhr im Moustache wo die hyperaktiven Kryptobiotiker und hauptamtlichen T.o.R.-Stammautoren Abermann, Fritz, Koschuh und Prosser eifrig ihre entschleunigsten Texte zum Spätling lesen.

Das Sahnehäubchen zu dieser Maronitüte der guten Laune in finsteren Zeiten stellt diesmal Gastleserin, Kabarettistin, Performance-Poetin und Stimmenwunder Alice Reichmann aus Wien dar, bekanntermaßen die Stadt, die Morbidität erfunden hat, und nichts anderes ist die handelsüblichste Herbstlaune.

Das Open Mic, also die Möglichkeit für 2×5 Minuten für Textvortragswillige aus dem Publikum, sowie wie unsere pünktliche Beginnzeit wecken gewiss selbst die Verschlafensten unter den Aufgeweckten. Führt uns durch die Nacht des Jahres, zur Sonne, zur Freiheit!

Schnellzusammenfassung für lesefaule, lichtscheue Sloths:
Do 13.11. 20:00h Moustache: T.o.R. mit Alice Reichmann (Wien)
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Blackblocks und Cocktails: Das war T.o.R. im Oktober 2014

Der Alpen liebste Lesebühne zeigte im Oktober, wie sich ein Blackblock avancierter Bühnenliteratur vorstellen ließe, wären Blackblocks nicht schwarz gekleidet und vermummt, sondern lausbübisch kreuzfidel, mit leichtem Hang zum Squaredance. Text ohne Reiter war:

Gegen Zensur bot Stefan Abermann die Unexplicit-Version eines für den Österreichischen Büchereiverbandes verfassten, und von diesem ob der grausamen Banausenbestrafung zensurierten Textes, dessen Moral auch visuell herzzerreissend wirkt.
Gegen Grinzinger Bäuerinnen sang Markus Koschuh die österreichische Bundeshymne als Rise-like-a-phoenix-Mashup, woraufhin das Goldkehlchen einen Text über kulinarischen Genuss darbrachte und wie vornehmlich aus Grinzing stammende, ältere Frauen ihm diesen verwehren wollen: Wir sind alle zu Herd-entieren verkommen.
Gegen Resignation trug Robert Prosser eine Interviewmontage aus dem bosnischen Tuzla vor, in welcher sich Beteiligte der Ausschreitungen von vergangenem Februar den Molotowcocktail in die Hand gaben und für vom Widerstandswillen geprägten Furor sorgten.
Gegen Doppelmoral listete Martin Fritz auf, was eigentlich eh alle machen, u.a. eine Ampel auch mal bei dunkelgelb überqueren, wenn keine Kinder anwesend sind, oder eine Frauenpunkband gründen mit dem Namen „Des Wahnsinns fette Bräute“, und verhalf der Lyrik zu Ehren mit einem Gedicht, welches sich aus von imdb vorgeschlagenen Filmtiteln zusammensetzte, a la: Was Eltern nie erfahren dürfen / aber das Herz muss dabei sein…
Und gegen alle Zweifel erhaben war Michael Stauffer, helvetischer Stargast, der „Das Mückengitter, du auf der anderen Seite, ich auf dieser Seite, dieser Seite“ in sämtlichen Dialekten der Schweiz und ihrer Fremdsprachen darbot, seine Arbeit als „Ich schaffe als Erlkönig beim Kulturamt“ bewarb, die Dialektschleuder mit der orangen Chatz belud und dem begeisternden Publikum SMS-Kürzel um die Ohren fegte, dass diesem vor Staunen weder Hören noch Sehen, aber das Atmen verging, beispielsweise „Ich kann ohne dich nicht mehr Zähne putzen“ (IkodZpö). Dies alles war selbstverständlich bloß die Spitze des Eisberges, welchen Dichterstauffer in den Sprachmixer steckte, um Innsbruck einen Cocktail an derart literarischer Finesse samt Partyschirmchen zu servieren, dass es der Lesebühne mehr als schmeichelt, hierfür den Tresen abgegeben zu haben.

T.o.R. im Oktober mit Michael Stauffer

Michael Stauffer, Foto (c) Bea Hänggi

Soziale Netzwerke: Es ist ja nur wichtig, dass eins sie hat. Egal ob ello, diaspora oder dieses real life, von dem jetzt alle reden, irgendwie muss die ferne und vor allem nahe Welt doch erfahren, dass an Romanen gearbeitet oder was von Emma gehalten wird, wer von der RAF oder Lord of the Ring eins laut Psychotest oder dass die Generation Selfie eine Generation von Normopathen ist. Wir selbst träumen ja mehr von Apps wie Social Wecker und sind vor allem in unserer Katzencontent-Repost-Gruppe aktiv, wenngleich wir dort vom eigentlichen Zweck inzwischen fast vollständig übergegangen sind zur Diskussion von Streitfällen der Narratologie wie jenen von Taxa bei Inselverzwergung – was uns also wirklich wichtig ist. Und nur darauf kommt es doch an: Dass die Leute zusammenkommen in ihren Interessen.

Und genau dafür sind wir irgendwie auch da: Das closed beta open alpha mit den meisten Invites ever, die reine Inklusion, das pure derailing – oder wie andere auch sagen: Text ohne Reiter – die Innsbrucker Lesebühne ist von allem Anfang an doch nichts anderes als ein Aufruf zur Gemeinsamkeit, Vereinigung und Netzwerkerei. Gelegenheit dem zu folgen ist beispielsweise wieder am Donnerstag den 9. Oktober 2014 um 20:00 Uhr im Moustache in Anwesenheit der interessengetriebenen Gemeinsamkeitsstifter und hauptamtlichen T.o.R.-Stammautoren Abermann, Fritz, Koschuh und Prosser.

Besonders wird die Versammlung besonders durch den Gastleser Michael Stauffer aus der Schweiz. Um aus der Fülle seiner Veröffentlichungen ausgerechnet eines in der Timeline schon weit nach unten gerutschtes zu nennen: Ein Titel wie “Haus gebaut, Kind gezeugt, Baum gepflanzt. So lebt ein Arschloch. Du bist ein Arschloch.” passt doch überallhin, wo es ums Zusammenleben geht. Zudem hat er ein Buch geschrieben “zur Beruhigung. Dass es anderen auch so geht.” Besser ist der Spirit unseres Gatherings ja wohl kaum zu treffen, wie wir Normopathen das gerne ausdrücken.

Das Open Mic, also die Möglichkeit für 2×5 Minuten für Textvortragswillige aus dem Publikum, sowie wie unsere pünktliche Beginnzeit mögen dem Sozialen, sprich den Panscherln, Gschpusis und sonstigem Austausch des weiteren zuträglich sein. Es ist nicht kompliziert!

Systematisch soziale Fakten:
Do 09.10. 20:00h Moustache: T.o.R. mit Michael Stauffer (CH)
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T.o.R. im September mit Andivalent

Andivalent

Meinungen gibt es viele, aber eine davon ist: Go, Bárðarbunga, go! Urlaubsheimkehrunwilligen wie allgemeinen Fluglärmkostverächtern wird die alte Tante Zukunft schon noch zeigen, ob es zu effusiver Spalteneruption oder phreatischen Explosionen kommt, aber um 20 Zentimeter hat der alte subglaziale Zentralvulkan die Kontinentalplatten jetzt schon verschoben. Jetzt ist durchaus meinbar, im Fall vom Island mache 20cm mehr Platz auch nichts aus, aber anderswo kann so etwas entscheidend sein. Und wer entscheidet dann bitte, wem der Raumgewinn durch Kontinentaldrift dann gehört?

Fragen über Fragen, wie auch fraglich ist, ob Vulkanausbrüche im Winter auf der Südhalbkugel Europa den Sommer ruinieren. Und hier zeigt sich: Jahreszeitenbezeichnungen bezeichnen mitnichten etwas rein Zeitliches, sondern vielmehr ein raumzeitliches Geschwurbel, das dann je nach Ascheausstoß irgendwann irgendwo mehr oder weniger Eiskübel vom Himmel kippt. Was wir davon aber halten, ist dem Wetter wurscht und so erwacht die alte geologische Raumzeitkonstante – oder wie andere auch sagen: Text ohne Reiter, die Innsbrucker Lesebühne – langsam aus der Sommerpause wie zeitgleich zu Frühlingsbeginn die Koalabären aus ihrem Winterschlaf, reibt sich zärtlich die putzigen Knopfaugen und erkennt: Aja, da war doch was.

Der Auftritt im September nämlich, und auch der findet fraglos zu einer Zeit an einem Ort statt, nämlich am 11. September 2014 um 20:00 Uhr im Moustache. Von ihren schönsten vulkanologischen Zeitgeist-Meinungen und interessantesten Urlaubsorten erzählen werden die T.o.R.-Stammautoren Abermann, Fritz, Koschuh und Prosser. Als Gast begrüßen sie dabei Andivalent aus München und wer einen Text über Eichhörnchen im Gepäck hat, wird jederzeit auf unsere Bühne passen.

Stetig wie ein Geysir bleibt unser Open Mic, also die Möglichkeit für 2×5 Minuten für Textvortragswillige aus dem Publikum, sowie wie unsere pünktliche Beginnzeit. Nur drunten ist wie droben!

Sprudelnde Fakten:
Do 11.09. 20:00h Moustache: T.o.R. mit Andivalent (München)
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Der T.o.R.-Flyer für den Herbst 2014

Wir haben Flyer und für euch den passenden Partykonversationsstarter: Wusstest du, dass eine Gruppe von Flamingos auf Englisch “Flamboyance” genannt wird?

tor herbst 2014

Hier jedenfalls noch einmal die Termine für euch aufgefädelt wie die Salzseen:

* DO 11.9. Andivalent (München/DE)
* DO 9.10. Michael Stauffer (Biel/CH)
* DO 13.11. Alice Reichmann (Wien/AT)
* DO 11.12. Überraschung zum Jahresende

Dank fürs Layout gilt wie stets Carmen Sulzenbacher und wir klatschen vor Freude in die Flügel wenn wir daran denken Euch bei den Terminen zu sehen, über deren Einzelheiten wir via Funk, Fernsehen, Apotheker und Internet informieren werden.

T.o.R. im Juni mit René Sydow

René Sydow, Foto http://www.more-than-actors.de

Für im schulischen, akademischen oder Literaturveranstaltungsbetrieb Beschäftigte zählen ja weniger Kalenderjahre als Semester und Saisonen und so umweht den Juni aus dieser Perspektive weniger das Gefühl von schnöder Jahrsmitte, sondern vielmehr diese ganz besondere Mischung aus leicht ins proaktiv Nostalgische getupfter Vorfreude auf die und glänzender Besonderheit der ganzen letzten Male vor eben Semesterende und Sommerpause. “Ach, so schön wird es hinterher so bald nicht wieder gewesen sein” beschreibt also derzeit das Empfinden unseres Betriebs vorweggenommener Retromanie, oder wie andere auch sagen: von Text ohne Reiter, der Innsbrucker Lesebühne.

Ganz besonders besonders wird aus diesem Grund auch der letzte Ausritt vor der Sommerpause der Teilzeit-Temporalitätsreflektoren und Vollzeit-T.o.R.-Stammautoren Abermann, Fritz, Koschuh und Prosser am 12. Juni 2014 um 20:00 Uhr ins Moustache, wo sie treffen werden auf René Sydow, der als Schauspieler, Filmemacher, Schriftsteller, Kabarettist und Bühnenautor (höchstwahrscheinlich unvollständige Aufzählung) wohl so ungefähr alles kann und in Innsbruck unseres Wissens nach zum ersten und hoffentlich auch nicht letzten Mal live zu erleben sein wird.

Auch nicht zum ersten Mal gibt es unser Open Mic, also die Möglichkeit für 2×5 Minuten für Textvortragswillige aus dem Publikum, sowie wie unsere pünktliche Beginnzeit. Lasst uns also noch ein letztes Mal vor dem gewiss besten Sommer aller Zeiten zusammenkommen, nur diesmal seid ihr noch vor unseren Text gewordenen Urlaubserlebnissen sicher!

Fast Facts:
Do 12.06. 20:00h Moustache: T.o.R. mit René Sydow (Dortmund)
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